Amsterdam und Belgien

Es war das dritte Mal, dass ich in Amsterdam war, und dieses Mal war ich noch beeindruckter von der Vielfalt und Lebensfreude dieser Stadt, als ich es zuvor war.

1.Tag - Amsterdam
Wir kamen am späten Vormitag am Flughafen Schiphol an und brachten zuerst mal unser Gepäck ins Etap-Hotel. Es waren keine besonders geräumigen Zimmer aber sie waren sauber. Gegen Mittag fuhren wir mit dem Zug in die Stadt und schlenderten vom Bahnhof, der ein wenig von seiner Attraktivität eingebüßt hat, weil er zur Zeit eine riesige Baustelle ist, Richtung Zentrum ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben.

Wir nahmen in der Nähe des Marktes, der mit allerlei Ramsch - Haschpflanzen aus der Dose, Gewändern, Bildern und vielen Kleinigkeiten - überfüllt war, einen kleinen Imbiss im Gastgarten eines Bagelrestaurants ein. Eigentlich wollten wir uns ja das chinesische Viertel noch anschaun, aber mangels einer genauen Ortsbeschreibung im Reiseführer, habem wir es erst gar nicht gesucht. Gefunden haben wir es dann am Nachhauseweg am Abend - aber das mehr aus Zufall.

Frisch gestärkt gings dann weiter zum Rathaus, dann zum Blumenmarkt, wo wir rechts in die Geschäftestraße einbogen. Wir ließen uns auf einem kleinen Platz nieder und Thomas kaufte sich bei einem Stand Matjes .

Wir gingen dann weiter durch eine Gasse voller Lokale und ließen uns nach einer kurzen Suche in einem indischen Lokal nieder, wo wir eines der leckersten indischen Essen verdrückten. Alle waren begeistert. Die Speisen waren großzügig bemessen und sehr gut gewürzt, am liebsten wäre ich am nächsten Tag gleich wieder hingegangen.

Am Zurückweg zum Bahnhof haben wir noch einen kleinen Abstecher im Rotlich- und im Ich-Rauch-Mich-Ein-Viertel gemacht. Es ist fast unbeschreiblich wie lebensfroh dieser Bereich der Stadt ist mit all seinen Gassen, Grachten, Lokalen und Schaufenstern in denen die Prostituierten auf ihre Freier warten.

2.Tag - Amsterdam
Am zweiten Tag haben wir beschlossen ein wenig fauler zu sein und uns ein Ticket für das Touristenboot zu kaufen, das die Grachten abfährt. So sind wir anfangs gleich mal ziemlich entspannt durch Amsterdam geschippert. Vom Bahnhof aus gings über den Hafen in die Prinsengracht, wo vor dem Anne Frankhuis wieder hunderte Touristen warteten - wir werden wohl nie so früh aufstehen, das wir uns das ansehen können.

Beim Reichsmuseum sind wir ausgestiegen, vorbei am van Gogh-Museum in den Vondelpark, wo wir uns ein Stündchen in die Sonne gelegt haben.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang sind wir zum Leidseplein, wo wir uns nette Künstler anschauen wollte. Es waren aber nur 4 Jungs da, die ein wenig Breakdance gezeigt haben - teilweise waren sie ja nicht schlecht, aber das letzte mal waren die anwesenden Künstler schon sehenswerter.

Zum einem späten Mittagessen ließen wir uns in einem kleinen italienischen Restaurant nieder, wo wir Ciabattas und Salate verdrückten. Danach gings wieder per Schiff weiter Richtung Stadthuis, wo wir in ein anderes umstiegen, das eine Runde im Ostteil der Stadt machte.

Damit war unser Amsterdambesuch für dieses Mal beendet und wir setzten uns in den Zug nach Ottignies über Antwerpen und Brüssel.

3.Tag - Belgien
Nach einem kurzen Einkaufsspaziergang durch Ottignies fuhren wir mit dem Zug nach Brüssel, wo wir eine persönlich Führung durchs Parlament genossen. Das Gebäude ist sehr großzügig angelegt mit vielen runden Elementen. Nur der Plenarsaal scheint ein wenig klein - dieser dürfte auch gerammelt voll sein, wenn alle Abgeordneten anwesend sind. Wir waren sehr beeindruckt. Leider war gerade keine Sitzungswoche, so war eigentlich ziemlich tote Hose im Haus.

Wir machten anschließend einen Spaziergang ins Zentrum, wo wir uns eine der besten Waffeln geholt haben. Bis aufs Zentrum um den Hauptplatz ist Brüssel - vor allem wegen der vielen Autos und der dadurch entstehenden Verschmutzung - nicht gerade ein schöner Ort zum Spazierengehen.

So waren wir auch froh, als wir diese Stadt wieder verliessen und uns zur Abbaye de Villers begaben. Diese war wirklich ein Ort der Ruhe und wir genossen die Zeit dort sehr.
Die etwa 900 Jahre alte Abtei ist mittlerweile schon sehr verfallen, ist aber auch als Ruine noch sehr beeindrucken, alleine die Größe der Anlage ist überwältigend.

4.Tag - Belgien
Am vierten Tag mussten wir Abschied von Belgien und Thomas und Cathy nehmen, zuvor ging es aber noch in die Universitätsstadt Leuven, die etwa 45min von Ottignie mit dem Auto entfernt ist. Diese hat ganz im Gegensatz zu Brüssel einen großen, gut erhaltenen Altstadtkern mit reichlich verziertem Rathaus, Dom und vielen netten Gäßchen. Hier schlenderten wir einige Stunden herum, verirrten uns einmal in einen Laden, der Öl, Essig und andere Spezialitäten in reichlicher Auswahl anbot. Speisten noch in einem Bio-Burger-Restaurant und mussten uns schließlich andgültig auf den Heimweg machen.

2 Comments »

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  • Schandi — July 5, 2005 @ 9:08 am

    Machst du eignetlich bei diesen weniger exotischen Reisen auch Dias oder normale Fotos?

  • DaPEs — July 5, 2005 @ 9:39 am

    Ich hab diesmal weder Fotos noch Dias gemacht. War auch mehr ein entspannter Urlaub. Vielleicht wär eine kleine Digitale für solche Gelegenheiten gut.

    Früher hab ich auch bei Kurzurlauben Dias gmacht, zahlt sich aber irgendwie nicht ganz aus, weil der Aufbauaufwand nicht dafürsteht und man sich die dann sogut wie nie anschaut.

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